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Drehfeldmagnete

Aufbau:

  • Normmotorausführung IP 55 mit Druckgußkäfigläufer
  • Tropen- und Feuchtschutzisolation durch Vakuumtränkung
  • Isolierstoffklasse F
  • geräuschgeprüfte Wälzlager (lebensdauergeschmiert)
  • unbelüftet - fremdbelüftet

Besondere Vorteile:

  • dauerstillstandsfest
  • hohe Schalthäufigkeit

Optionen:

  • Sonderwellen
  • Bremsen
  • Getriebe
  • Sonderspannungen / -frequenzen
  • Gegenstrombetrieb (z.B. Abwickelbremse)

Drehfeldmagnete sind Asynchronmotoren, die für Dauerstillstandsbetrieb konstruiert sind.
Die Motoren sind so ausgelegt, daß sie die dabei entstehende Wärme problemlos abführen können.
Alle Drehfeldmagnete werden mit speziell ausgesuchten Lagern für die erhöhten Temperaturen versehen. Es wird grundsätzlich Hochtemperaturfett verwendet.

Besondere Einsatzgebiete für Drehfeldmagnete sind

  • Stellantriebe
  • Unterstützungsantriebe
  • Wickelantriebe
  • Antriebe mit extremer Schalthäufigkeit

 

Die Drehmoment-Drehzahlkennlinien der Drehfeldmagnete entsprechen im wesentlichen der nebenstehenden Abbildung.

Durch Variation der Klemmenspannung können niedrigere Drehmomente erreicht werden (b-e). Zur Verstellung der Klemmenspannung können Stelltrafos oder elektronische Spannungssteller eingesetzt werden. Bitte fordern Sie entsprechende Unterlagen an.

Nomenklatur
Zeichen Dimension Bedeutung
1 mechanischer Wirkungsgrad
F N Zugkraft
M Nm Drehmoment
Pe Watt Eckleistung
Pn Watt Nennleistung
d mm Durchmesser Treibwalze
d1 mm Durchmesser Hülse
d2 mm Enddurchmesser Wickel
i 1 Übersetzung= Drehfeldmagnetdrehzahl/Maschinendrehzahl
n min Drehzahl Maschinenwelle
n0 min Leerlaufdrehzahl Drehfeldmagnet
q 1 Wickelverhältnis d2 / d1
V m / min Materialgeschwindigkeit

Auslegung von Drehfeldmagneten
Die Drehmoment-Drehzahlkennlinien der einzelnen Typen unterscheiden sich in der Steilheit, so daß in vielen Antriebsfällen eine exakte Auslegung nur durch Benutzung der Kennlinien möglich ist. Bitte fordern Sie bei Bedarf die Kennlinien an.
Überschlägig ist eine Auslegung der Antriebe nach den im Folgenden genannten Daten möglich.
Achtung! Die Listendaten beziehen sich auf die betriebswarmen Maschinen. Im kalten Zustand sind Drehmomente und Ströme um ca. 30% höher.

Stellantriebe
Als Stellantriebe werden hier Antriebe angesehen, die im Dauerstillstand oder bei sehr niedrigen Drehzahlen betrieben werden.
Die Auswahl des Drehfeldmagneten erfolgt gemäß dem Listendrehmoment.
Üblich ist der Einsatz 12-poliger Drehfeldmagnete u. U. mit nachgeschaltetem Getriebe.
Bei Betätigung der Stellantriebe sollte mit nicht mehr als 2/3 der Leerlaufdrehzahl gerechnet werden. Bis zu dieser Drehzahl sinkt das Drehmoment typenabhängig um 25 bis 50%; darüber erfolgt Steilabfall des Drehmomentes.

Unterstützungsantriebe
Drehfeldmagnete eignen sich hervorragend, um bei kontinuierlichen Fertigungsprozessen Umlenkwalzen u.Ä. so anzutreiben, daß das Eigenreibmoment nicht vom Material aufgebracht werden muß.
Zur Auslegung des Antriebes ist das Drehmoment zu ermittlen, bzw. die Umfangskraft zu messen (Bindfaden, Federwaage). Die Nennleistung des Drehfeldmagneten ermittelt sich dann zu:

Die Nennleistung der Drehfeldmagnete bezieht sich immer auf 2/3 der Leerlaufdrehzahl, daher folgt für die Übersetzung der nachgeschalteten Mechanik:

überschlägig

Wickelantriebe
Von der Vielzahl der verschiedenen Antriebsmöglichkeiten zum Aufwickeln von Endlosmaterialien sollen hier nur die indirekt zugkraftgesteuerten (ohne Tänzer o.ä.) Antriebe beachtet werden.
Hierbei ist das Drehmoment des Wickelmotors möglichst exakt zu bestimmen, da zu groß gewählte Motoren zu erheblichen Problemen wegen des eingeschränkten Stellbereiches führen können.

Kontaktwickler, Umfangswickler
Der Wickel wird über eine Kontaktwalze am Umfang angetrieben. Die Drehzahl des Wickelantriebes bleibt während des Wickelvorganges konstant. Auslegung wie unter Unterstützungsantriebe.

Achswickler, Zentralwickler
Der Wickel wird über die Wickelwelle angetrieben. Die Drehzahl ist zu Beginn bei kleinem Drehmoment hoch und sinkt mit steigendem Wickeldurchmesser bei steigendem Drehmoment.
Die Antriebsleistung ist konstant.
Zur Auslegung wird die „Eckleistung" benötigt.

Für Beschleunigungsvorgänge sind entsprechende Reserven einzurechnen. Bei Wickelverhältnissen q<4 sind obige Formeln nicht anwendbar. Bitte sprechen Sie uns an.

 
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